|
|
|
|
| 2/2010 Evangelischer Gemeindegruß | www.kirche-anspach.de | 10 |
|
|
||
Posaunenchor gestern - heute - morgen
Am 07.11.2009 fand in Merzhausen der dritte Dekanats-Jungbläser-Tag statt. 16 Jungbläser und ihre Ausbilder verbrachten unter der Leitung von Sabine Heinze, Berit Hahn, Cordula Scobel und Carola A. Rahn einen Nachmittag mit intensiven Übungseinheiten, auflockernden Stomp-Elementen und gemütlichem Beisammensein. Ganz bewusst wurde die Zielgruppe ‚Jungbläser’ angesprochen. Dies sind Bläser/innen, welche seit kurzer Zeit das Instrument erlernen und noch nicht so weit sind, um im ‚großen’ Chor mitzublasen. Das Geübte wurde im Rahmen einer Andacht mit dem Thema ‚Der verlorene Sohn’ mit Unterstützung einer Projektband, bestehend aus den Kirchenmusikern Cordula Scobel und Wolfgang Diehl, sowie Pfarrer Reiner Guist und dem Gitaristen Sebastian gestaltet. Den Textteil der Andacht hatte Pfarrer Hessel übernommen. Voll motiviert und für die Zukunft gerüstet ging die Gruppe mit großem ‚Hallo’ auseinander. Teilnehmer sowie die Eltern waren begeistert von dem Konzept bzw. dem Zusammenspiel der Gruppe und den gezeigten Leistungen.
War früher das Spiel des Posaunenchors eher auf Choräle fokussiert , so gilt es heute neue Wege zu gehen, die nicht immer kritiklos befürwortet werden. Vor allem amtierende und ehemalige Posaunenwarte streiten hierüber. So hat zum Beispiel der Leiter der sächsischen Posaunenmission mit der Überschrift ‚Die AG der Posaunenwarte – Ein Rückblick – vom blasenden Diakon zum vielseitigen Musiker’ unlängst einen Fachartikel veröffentlicht, in dem das Spannungsfeld der geistlich ausgerichteten Posaunenwarte gegenüber den fachlich-musikalischen Posaunenwarten und die zeitliche Entwicklung dargestellt wird. Seit den 70 er Jahren haben sich die Ausrichtung der Posaunenchöre, die musikalischen Anforderungen und vor allem das gesellschaftliche Umfeld erheblich verändert. Die gestiegene Mobilität, Schulzeitverkürzungen, gewandeltes Freizeitverhalten etc. mussten auch zu Veränderungen im Agieren von Posaunenchören führen. Die Jugendgewinnung zur Zukunftssicherung hat sich erschwert.
Unser Konzept zur Jungbläsergewinnung und -förderung hat sich nicht nur im Dekanat etabliert, sondern wurde auch vom aktuellen Landesposaunenwart Johannes Kunkel für den Bezirks-Jungbläser-Tag in Wiesbaden, welcher mit 60 Teilnehmern gut besucht war, übernommen. Aktuelle pädagogische Aspekte und zeitgemäßes Vorgehen in der Jungbläserarbeit wurden bzw. werden hier berücksichtigt. Ein Konzept, welches im Augenblick aufgeht.
Gemeinschaftliche ‚Aktionen’, wie das Konzert am 25.11.2009 in der katholischen Kirche mit der Bläserklasse der ARS und der Flöten- und Streicherklasse der Grundschule am Hasenberg, lenken den Blick auf den Posaunenchor. Mit den Ensembleleitungen Erhard Helmke (Bläserklasse) und Nicola Klöckner (Flöten/Streicher) konnten wir ein Konzert gestalten, welches ein nachhaltig positives Feedback bei den Zuhörern erzeugte.
Auch hier konnte der Posaunenchor sich nicht mit choralgebundener Musik einbringen, sondern hat sich in das Thema ‚Around the World’ mittels aktueller Literatur eingebunden. So ist für uns ein schönes Anerkenntnis, wenn eine Zuhörerin sagte: „Der Posaunenchor war heute wirklich gut!“. Vielleicht sorgt diese Zusammenarbeit auch für den Fortbestand unseres / Ihres, vor allem aber meines Posaunenchores. Unsere Aufgaben in der Kirchengemeinde sind wichtig und dürfen nicht vernachlässigt werden, ein Blechblasinstrument zu spielen ist schwierig, aber uns ist vor der Zukunft nicht bange ... und deshalb danke an alle, die ihre Freizeit für unsere Arbeit am Psalm 150 zur Verfügung stellen und auch neue Wege mit uns gehen:
Andreas Heinze
|
|
||
| 2/2010 Evangelischer Gemeindegruß | www.kirche-anspach.de | 10 |
|
|
|
|