Werte vermitteln

Gesundheit - Kinder - Freiheit - Erfolg - Toleranz - Respekt - Besitz - Demokratie - Schönheit - Gleichheit - Treue - Ehrlichkeit - Gerechtigkeit - Natur - Rechtsstaatlichkeit - Anerkennung - Familie - Sicherheit - Einfachheit Pünktlichkeit - Transparenz - Selbstverwirklichung - Selbstbestimmung - Gemeinschaft und viele mehr.

Auch als Christ hat man Werte, die sich aus dem sozialen Umfeld ganz selbstverständlich ergeben, was wäre z.B. eine Freundschaft ohne Verlässlichkeit wert? Ebenso sind wir  kulturell geprägt, wir leben beispielsweise  in einer Demokratie mit langer Geschichte und fühlen uns auch ganz wohl dabei.

So individuell, wie die Menschen sind, sind auch ihre Werte. Selbst zwei Menschen mit exakt denselben Werten haben doch mit Sicherheit eine andere Gewichtung derer zueinander.

Werte entstehen geschichtlich durch die verschiedensten Ereignisse. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand unser Grundgesetz - die Grundlage unseres Zusammenlebens - an der sich jede andere Norm messen lassen muss. Die Studentenbewegung und die Emanzipation der Frauen haben unsere Wertewelt verändert, so war ein Zusammenleben ohne Ehe früher undenkbar. In den 60er Jahren hat noch niemand an die Natur gedacht, wenn er von Sparsamkeit redete. Die Renaissance hat uns beeinflusst (Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit), die Reformation und viele andere Ereignisse. Schon im alten Griechenland wurde über Werte diskutiert.

Religionen haben Werte. Christen sollen z.B. Nächstenliebe üben, sie sollen die zehn Gebote befolgen und sogar ihre Feinde lieben. In anderen Religionen sind andere Werte wichtig.

Wer darauf achtet, wird feststellen, dass in vielen unserer täglichen Gespräche Werte eine Rolle spielen, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. So ändern sich für jeden Menschen die Werte auch jeden Tag ein kleines bisschen: wir überzeugen und lassen uns überzeugen.

Auch Kindern vermittelt man Werte am besten, wenn man sich der eigenen Werte bewusst ist und sie dann benennt und vorlebt. Jeden Tag auf’s Neue. Und irgendwann überzeugen die Kinder uns.

Gert Hinrichs