Leben mit Kindern –  jeder ein eigener Mensch

 

Hoffnung auf eine Welt in der jeder sich frei entfalten darf

Ich bin nun bald 36 Jahre alt, mein Mann wird im Oktober 47 Jahre alt.

Wir beide haben eine Erziehung genossen, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Wir sind so groß geworden und auch erzogen worden, dass wir uns mit kleinen Dingen zufrieden geben und auch glücklich darüber sind. Dieses hat uns all die Jahre geprägt und dieses geben wir auch an unsere Kinder weiter. Es muss kein dickes und großes Auto sein, es muss nicht das neueste Handy sein, das auf den Markt kommt und es muss auch nicht die teuerste Jeans gekauft werden, nur weil es gerade in ist. Nein, all das ist unwichtig. Man muss mit dem zufrieden sein, was möglich ist und vor allem darf man sich nicht von anderen in eine Schublade schieben lassen, nur damit man anerkannt und beachtet wird. Man selber muss für sich den richtigen Weg finden und dieser fängt an, wenn man mit sich selbst im Reinen ist und darum nicht auf das Gerede anderer hören muss.

Dieses geben wir unseren Kindern weiter. Wir wollen unseren Kindern mitgeben, dass das Glück nicht so sehr von materiellen Möglichkeiten abhängt. Wir leben für eine Welt, in der sich nicht alles um Materielles dreht. Unsere Kinder sollen spüren, dass sie wertvolle Menschen sind. Das drückt sich nicht im Geldwert von Sachen aus. Außerdem ist uns wichtig, dass Kinder für ihre Entwicklung auch nicht verplante Zeit brauchen, sondern Zeit haben, in der sie ihren eigenen Ideen folgen können, etwas ausprobieren können und ihre Plätze und Freunde zum Spielen frei suchen. Natürlich gibt es Absprachen darüber und Grenzen, aber wir fahren unsere Kinder nicht ständig zu irgendeinem Freizeit-Programm.

Unsere Kinder bringen uns dazu, immer wieder daran zu glauben, dass man sich den Maßstäben, die in unserer Zeit gelten, nicht einfach anpassen muss, sondern die Welt auch ein kleines Stück verändern kann, weil man dazu frei ist.

Sabrina und Eberhard Tillner und Familie

 

Es ist so wenig, wessen man 

zu seinem Glück bedarf;

es kommt da ganz auf den Reichtum der Seele an:

ein lächelndes Kinderauge, ein schönes Gesicht,

eine Blume in einem stillen Garten, ein Baum,

der das Gold der Sonne trägt,

eine wohlgeformte Vase, eine Perlenkette.

 

Das Glück ist nichts Himmelstürmendes.

Es schleicht sich still in unser Herz hinein.

Aber es geht ein Leuchten von ihm aus

wie von einer Kerze, deren Schimmer

einen Raum geheimnisvoll belebt.

 

Paul Richard Luck (geb. 1880 - 1940)