Anders – aber dabei!

 

„Die Kirchengemeinden sind wichtige Partnerinnen im Engagement für das Zusammenleben in unserer Stadt.

Grundsätzlich bin ich Sympathisantin der Evangelischen Kirche, weil sie so menschennah ist. Und ich bin Sympathisantin der Katholischen Kirche, weil in ihr das interkulturelle Lernen schon dadurch stattfindet, dass sie Priester aus anderen Kontinenten hat und damit auch Menschen in Begegnung mit deren kulturellen Hintergründen bringt, die solche Begegnungen nicht von sich aus suchen. Aber das Wichtigste ist mir, dass Kirchen, Vereine und Initiativen hier zueinander finden, um gemeinsam etwas zu erreichen für gutes Zusammenleben“, sagt Ursel Oestreich (60 Jahre) mit Augen, die vor Tatkraft sprühen. Sie ist Mitarbeiterin in der BASA und Mit-Gründerin des 

 

CAFE  HARTEL in der Taunusstraße

geöffnet Di- Fr von 12.00-17.00 Uhr

wechselnder Mittagstisch von 12.00-14.00 Uhr

Kosten: 5€ 

Gastronomie-Test (privat) SEHR LECKER!

 

Die Aktion Mensch fördert dieses Projekt, in dem bis zu 10 Jugendliche erste Erfahrungen sammeln können in der Gastronomie. Jeden Tag wird ein leckeres Essen, aus zu einem großen Teil gespendeten Lebensmitteln, zubereitet. Das Kochen wird gemeinsam geplant und durchgeführt, der Service für die Gäste, die Abrechnung der Kasse- das alles sind Lernfelder für die jungen Menschen mit unterschiedlichem Handicap. Einige junge Flüchtlinge haben hier ihren Einstieg in einen Berufsweg gefunden. Auch Kurzpraktika für die Schule sind möglich. Ursel Oestreich kommt es darauf an, dass die jungen Menschen lernen, sich etwas zuzutrauen und entdecken, dass sie viel können und lernen können. Sie freut sich, die Entwicklung mitzuerleben. Anfangs, erzählt sie, trauen sich  manche gar nicht aus der Küche raus und wollen nur spülen. Dann erleben sie nach ein paar Monaten, dass sie mit der Sprache und mit den Gästen gut zurecht kommen. Die Atmosphäre im Café Hartel ist gastfreundlich und familiär. Inzwischen gibt es Stammgäste und Gäste, die an einem bestimmten Wochentag immer wieder kommen.

Bezahlung gibt es für die jungen Menschen nicht, aber das Trinkgeld wird geteilt. Hochwillkommen sind Catering-Buchungen. In unserer Kirchengemeinde konnten sich schon viele schmackhafter Speisen und freundlicher Bedienung des Café Hartel erfreuen.

Ab September sind wieder Plätze frei zum Einüben in die Gastronomietätigkeit. Und eine hauswirtschaftliche Unterstützung wird jetzt schon auf Honorarbasis gesucht.

Am besten, selbst mal reinschauen!

Wer mehr wissen will: www.cafe-hartel.de

Ursula Trippel