Darf's auch etwas mehr sein?

Die Sorgen der superreichen Menschen möchte man haben. 

Was soll denn in diesem Jahr auf den Gabentisch? Vielleicht eine Villa oder eine Luxuskarosse? Oder doch eher ein neues Geschmeide mit Edelsteinen besetzt?

Wenn ich dann höre, dass auch in Neu-Anspach zum 18. Geburtstag nagelneue Autos verschenkt werden, stelle ich mir die Frage, ob da nicht jeglicher Realitätssinn verloren gegangen ist. Die Jugend hat ja gar keine Chance mehr, sich etwas zu erarbeiten, wenn sie alles auch so bekommt. So bleibt ihnen der Stolz, sich etwas zu gönnen, was sie sich selber erarbeitet haben, vollkommen verwehrt.

Dabei ist es ein tolles Gefühl, sagen zu können, "das habe ich alleine geschafft".

Ist es nicht viel wichtiger, uns gegenseitig Zuneigung und Liebe zu schenken? Zeit füreinander zu haben ist insbesondere für unsere Kinder viel wichtiger als jedes große Geschenk, das ohnehin auf kurz oder lang in irgendeiner Ecke verschwindet.

Das Titelbild sagt es aus, dass auf der rechten Seite die Geschenke aufgetürmt werden können so hoch man will. Das Herz, symbolisiert durch den Apfel, das Liebe und Zuneigung darstellen soll, wiegt immer schwerer.

In diesem Sinne wünsche ich eine friedvolle Weihnachtszeit.

Reiner Kirse