Flüchtlinge in Neu-Anspach und ihre ehrenamtlichen Betreuer

In Neu-Anspach gibt es viele Menschen, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit den Flüchtlingen engagieren, und so hat sich das Gemeindegruß-Team mit einigen von ihnen unterhalten, um sich über ihre Erfahrungen zu informieren. 

Zunächst einmal ist aus den Gesprächen herauszuhören, mit welcher Begeisterung sie ihre Aufgabe angehen. Sie begegnen den fremden Menschen sehr einfühlsam und offen, wobei der menschliche Kontakt im Mittelpunkt steht. Dadurch entsteht Vertrauen. Die sprachliche Verständigung ist nicht immer leicht. Manche Flüchtlinge sprechen etwas Englisch, andere haben italienische oder spanische Sprachkenntnisse. Je nach Herkunftsland sprechen sie nur arabisch. Sie haben verstanden, dass sie schnell die deutsche Sprache erlernen müssen. Bei den Kindern geht es in der Schule recht schnell, aber wie ist es mit den Erwachsenen? Sie sind dankbar für jede Möglichkeit, die die Ehrenamtlichen ihnen bieten, Deutsch zu lernen. Manchmal wünschte man sich einen Lehrer für jeden einzelnen Schüler.

Die Ehrenamtlichen sind selbstverständlich auch Ansprechpartner, wenn Behördengänge oder Arzttermine anstehen. Wer versteht schon, dass wieder ein Formular ausgefüllt werden muss oder Unterlagen beschafft werden müssen? Viele Kleinigkeiten des täglichen Lebens, die für uns selbstverständlich sind, müssen häufig erst erläutert werden.

So ist das Treffen, das jeden Mittwochnachmittag im Gemeindehaus stattfindet, sehr wichtig, um sich mit anderen über alle möglichen Themen auszutauschen, innerlich zur Ruhe zu kommen, Termine und allerlei Wissenswertes zu erfahren. Das alles wird von den Ehrenamtlichen vorbereitet. In dieser entspannten Atmosphäre fällt es den Flüchtlingen leichter, über ihre Sorgen und Probleme zu sprechen. Über manches müde, angespannte Gesicht geht dann wieder ein Lächeln.

Den Helfern fällt es nicht immer leicht, ein Gefühl von Ratlosigkeit oder Unzulänglichkeit zu überwinden. Doch wenn ihnen wieder viel Vertrauen und Dankbarkeit entgegengebracht werden, haben sie neuen Mut. Sie wissen, dass es ein Geben und Nehmen ist, von dem beide Seiten einen Nutzen haben.

Helga Springer

Flüchtlinge

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