Hoffnung ist…

 

… Wege für eine gute Zukunft mit geflüchteten Jugendlichen entwickeln

Einblick in das Engagement in der Adolf Reichwein Schule

Seit drei Jahren haben wir an der ARS nun sogenannte Integrationsklassen. Das sind Klassen, in denen Flüchtlingskinder und -jugendliche zusammen mit Kindern, deren Familien aus anderen Gründen migriert sind, Deutsch lernen. Der Name der Klassen ist Programm:  Es ist natürlich unser Anliegen an der ARS, die Flüchtlingskinder und -jugendlichen so gut wie möglich zu integrieren. Die Klassen wurden nach Sprachniveaus aufgeteilt. Vor einem Jahr noch hatten wir eine Sprachwissenschaftlerin für die damals erst eine, später zwei Klassen, die einige vorderasiatische Sprachen beherrschte und somit ideale Voraussetzungen für die Arbeit mit den Klassen mitbrachte. Leider konnte sie trotz aller Bemühungen von Seiten der ARS nicht weiter beschäftigt werden. Mittlerweile hat sich an der ARS aus dem Kollegium heraus eine Gruppe gebildet, die sich der Belange der Integrationsklassen annehmen möchte und gemeinsam mit den KlassenlehrerInnen und der Schulleitung Ideen entwickelt, damit die SchülerInnen dieser Klassen auch weiterhin eine gute Förderung und gute Integrationschancen erhalten. Für alle Schulen, auch für die ARS bedeuten die Integrationsklassen einen hohen Verwaltungs- und Organisationsaufwand für Schulleitungen, sowie zusätzliches Engagement und Kreativität aus dem Kollegium, um die Herausforderungen zu bewältigen, da es die optimalen Rahmenbedingungen und Ressourcen dafür strukturell (noch?) nicht gibt. 

Sowohl einige Kolleginnen als auch wir Schulseelsorgerinnen der ARS (Dagmar Steinmetz und Andrea Kühn-Müllender) haben schon in den letzten beiden Jahren die Integrationsklassen projektmäßig unterstützt. Es gab schon einmal eine Patenklasse für die damals erste Integrationsklasse, es wurden kreative Projekte mit den Klassen durchgeführt, zusammen gefeiert und gegessen und dabei erzählt. Außerdem sind die Integrationsklassen regelmäßig Gäste in den Schulgottesdiensten, kommen gerne dazu und haben sogar schon an der Gestaltung mitgewirkt. Für die Zukunft ist wieder ein Patenprojekt angedacht, sowie Verstehenshilfen zur Bewältigung des Schulalltags mit allen Regeln, die dazu gehören und individuelle Hilfe, wenn nötig.

Es könnte zukünftig vielleicht auch wichtig werden, dass wir uns mit anderen Flüchtlingshelfern in der Region und den Kirchengemeinden mehr austauschen, damit wir gegebenenfalls gemeinsam nach individuellen Unterstützungsmöglichkeiten über den Schulalltag hinaus nachdenken können.

Andrea Kühn-Müllender

Unsere Kirchengemeinde ist, wie viele andere im Dekanat, seit gut einem Jahr aktiv in der Unterstützung der Integration von Flüchtlingen. Sie ist ein  Lern- und Begegnungsort und auch individuelle Begleitungen sind daraus erwachsen. In unserer Kita sind Kinder aus geflüchteten Familien mit guter Sprachentwicklung im August in die Schule gekommen. Wir begrüßen es,  wenn auch eine weiterführende Schule ihre Perspektive über den Schulbetrieb hinaus  auf die Gemeinde und auf andere Aktive in der Arbeit mit Geflüchteten richtet und gemeinsam mit ihnen nach erweiterten Unterstützungsmöglichkeiten sucht. 

Redaktion

 

Hoffnung

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